Belgien im Krieg / Ereignisse

Die Verhaftungen vom Mai 1940

Verfasser : Seberechts Frank (Institution : ADVN)

Während der deutschen Invasion im Mai 1940 verhaftete die belgische Regierung schätzungsweise 6.000 bis 8.000 Verdächtige. Dazu gehören Kommunisten, Nationalsozialisten, Rexisten und flämische Nationalisten. Aber hauptsächlich Ausländer werden verhaftet. Die meisten von ihnen kommen aus Deutschland und Osteuropa; oft sind es jüdische und antifaschistische Flüchtlinge.

Eine chaotische Operation

Während der deutschen Invasion im Mai 1940 verhaftete die belgische Regierung schätzungsweise 6.000 bis 8.000 Verdächtige. Dazu gehören Kommunisten, Nationalsozialisten, Rexisten und flämische Nationalisten. Aber hauptsächlich Ausländer werden verhaftet. Die meisten von ihnen kommen aus Deutschland und Osteuropa; oft sind es jüdische und antifaschistische Flüchtlinge.

Die Verhaftungen wurden in den Monaten zuvor von der Regierung und den Gerichten u.a. durch die Erstellung von Listen vorbereitet. Aber wegen des schnellen Vorrückens der deutschen Truppen und des Verlusts der Zentralregierung verlief die Operation ziemlich chaotisch. Die Verantwortung für die Verhaftungen landet oft auf den unteren Regierungsebenen.

Die Konzentrationslager

524036
Institution : CegeSoma
Urheberrecht : Droits Réservés
Legende des Ursprungs : Eerstdaags verschijnt: Het Bloedbad van Abbeville door Mouritz van Gijsegem. Het verhaal van de Spionnenkoorts 1940 en van de moord op Joris van Severen (20 Mei 1940)- Voorwoord van Dr. Aug. BORMS 120 bladzijden, met talrijke afbeeldingen en 2 Kaarten -PRIJS ingenaaid * 20 FRANK bij inteekening vóór 10 Juni : 15 frank LUXE-UITGAVE (gebonden) : 50 FRANK Men kan inteekenen bij alle boekhandelaars en bij Uitgeverij-Boekhandel VOLK en STAAT ANTWERPEN : Appelmansstr. 1, P.C. 1136.86 - BRUSSEL : Ad. Maxlaan 85, P.C. 1143.23 GENT: Kalanderberg 7, P.C.123.29 - LEUVEN: Bondgenoolenlaan 67, P.C.82.73 - LIER: Berlaarstr.45

La plupart des personnes arrêtées sont emmenées en train ou en autocar vers la France ; quelques dizaines d'entre elles sont transférés au Royaume-Uni. Pendant le transport, les prisonniers sont souvent maltraités. Certains trouvent même la mort. C'est le cas du chef du  fusillé avec plusieurs de ses compagnons de captivité à Abbeville. Des milliers de prisonniers aboutissent dans des camps de concentration dans le Sud de la France, où ils vivent dans des conditions misérables.

Die meisten Gefangenen werden per Zug oder Bus nach Frankreich gebracht; einige Dutzend werden nach Großbritannien überstellt. Während der Transporte werden die Gefangenen oft schlecht behandelt. Einige sterben sogar. Dies ist zum Beispiel der Fall von Verdinaso-Chef Joris Van Severen, der zusammen mit mehreren Mitgefangenen in Abbeville erschossen wird. Tausende von Gefangenen landen unter erbärmlichen Lebensbedingungen in Konzentrationslagern in Südfrankreich.

Zurück in Belgien?

Die Mehrheit der belgischen Gefangenen kehrte im Sommer 1940 nach Hause zurück. Viele von ihnen erhielten Rechtsbeistand und Entschädigung. Gleichzeitig nutzten die kollaborierenden Parteien das, was mit ihnen geschah, für Propagandazwecke. Die Juden ihrerseits hatten nicht die Möglichkeit, nach Belgien zurückzukehren; die Mehrheit von ihnen würde dann über Drancy in Auschwitz landen. Während und nach dem Krieg wird versucht, die für die Verhaftungen verantwortliche Person zu finden. Am Ende wird der Schluss gezogen, dass es in erster Linie der Justizminister Paul-Emile Janson war, der im März 1944 in Buchenwald starb.

Bibliographie

Seberechts, Frank. De Weggevoerden van Mei 1940. Antwerpen: Bezige Bij, 2014.

Trachet, Tim. Het Drama van Abbeville. Antwerpen: Houtekiet, 2009.

Vlaemynck, Carlos. Dossier Abbeville: Arrestaties En Deportaties in Mei 1940. Leuven: Davidsfonds, 1977.


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