Das Projekt

BELGIUM WWII ist eine neue virtuelle Plattform, die sich ganz der Geschichte Belgiens im Zweiten Weltkrieg widmet. In Zeiten von fake news und anderen unkontrollierten Informationen hat das CegeSoma (Studien- und Dokumentationszentrum Krieg und zeitgenössische Gesellschaften) eine Online-Plattform entworfen, die Qualitätsinformationen über heikle Fakten zum Zweiten Weltkrieg enthält.

Auch wenn der Konflikt nun schon 70 Jahre zurück liegt, lastet er noch auf unserer Gesellschaft und sorgt weiterhin für Debatten und Kontroversen – sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der Intimität der Familien.

Ein Public-History-Projekt am CegeSoma

Für das CegeSoma (Studien- und Dokumentationszentrum Krieg und zeitgenössische Gesellschaften) ist Belgium WWII ein sehr wichtiges Projekt. Im Jahr 1967 wurde es mit dem Ziel gegründet, alle Maßnahmen zur Sammlung, Bewahrung und Inventarisierung der Dokumente und Archive zum Zweiten Weltkrieg in Belgien zu ergreifen. Mit der Zeit hat es eine anerkannte Expertise in diesem Bereich erlangt. Diese Geschichte bleibt heikel sowohl auf politisch-gesellschaftlicher Ebene als auch auf Ebene der Familien und des kollektiven Bewusstseins.  Mehr denn je ist das Zentrum davon überzeugt, wie wichtig eine klare, wissenschaftliche und kritische Vermittlung seiner Forschungsergebnisse in die Gesellschaft hinein ist. Dank der neuen virtuellen Plattform behauptet das CegeSoma seine Rolle als das Referenzzentrum für die Forschung zum Zweiten Weltkrieg in Belgien.

Der digitale Reflex

Der Internet-Reflex ist heute allgegenwärtig, sobald es darum geht, eine sofortige Antwort auf viele Fragen zu finden. Es sind deshalb logischerweise digitale Werkzeuge, derer sich das von der Föderalen Wissenschaftspolitik finanzierte Projekt bedient, um eine Qualitätsinformation zur Kriegsvergangenheit Belgiens zu liefern. Die Webseite ist mehrsprachig (französisch/niederländisch und, teilweise, deutsch).

Eine erweiterbare Webseite

Belgium WWII ist eine lebendige Plattform. In der Zukunft wird sie neue Themen aufgreifen, wie etwa Widerstand, Alltagsleben, Verfolgung und Erinnerung.

Ein Erinnerungsdialog im Plural

Die Webseite wendet sich an die drei Gemeinschaften, indem sie ihre Inhalte mehrsprachig vermittelt (französisch, niederländisch und, teilweise, deutsch).  In Belgien haben wir immer Schwierigkeiten gehabt, die Erinnerungskulturen der verschiedenen Gemeinschaften zum Zweiten Weltkrieg dialogieren zu lassen. Der Krieg bleibt ein Thema, das unsere Gemeinschaften spalten kann. So möchte Belgium WWII einen ´Trialog` führen, der auch den deutschsprachigen Belgiern und ihrer besonderen Geschichte ihren Platz einräumt. Ziel ist es, ein Panorama des Erlebten zu liefern.