Belgien im Krieg / Ereignisse

Fallschirmsprung von André Wendelen

Thema - Widerstand

Verfasser : Colignon Alain (Institution : CegeSoma)

André Wendelen ("Mandanus"), ein Agent der Exekutive der Sonderoperation, wurde mit dem Fallschirm in Belgien abgesetzt, um mit Kreisen in der Nähe des "Cercle de libre examen" der U.L.B. Kontakt aufzunehmen, insbesondere mit dem "Überwachungsausschuss", der jeder Form der Zusammenarbeit ablehnend gegenübersteht. Wendelen war nicht zögerlich bei der Rekrutierung ehemaliger Kommilitonen, darunter Robert Leclercq, Jean Burgers, Henri Neuman, Richard Altenhoff... Nach und nach wurde eine echte Organisation mit dem Ziel gegründet, wissenschaftlich gezielte Sabotage zu betreiben. Sie ist in drei provinzielle Untergruppen in Lüttich, Brüssel und Namur gegliedert. Der Energieerzeugungssektor, das Schienennetz und die Wasserwege werden besonders berücksichtigt.  Burgers, alias "Gérard", ist für die effektive Leitung des Ganzen zuständig; Leclercq leitet den Nachrichtendienst, Neuman den "Aktions"-Dienst und Altenhoff die "Logistik". Die neue Organisation, die erst Ende 1942 und Anfang 1943 richtig zu funktionieren begann, hieß zunächst "Groupe Gérard" (aus dem "Pseudonym" von Burgers), bis sie im Juli 1943 offiziell zur "Groupe général de Sabotage de Belgique" (oder "Groupe G") wurde.