Belgien im Krieg / Artikel

Beamte und Widerstand

Thema - Widerstand

Verfasser : Rochet Bénédicte

Es ist schwierig Kategorien für widerständiges Verhalten der Beamten festzulegen, da dieses von einem Beamten zum anderen variiert, abhängig von seinen Überzeugungen, Beziehungen und seinem Temperament.

Difficile d’établir des catégories tant les comportements résistants sont variables d’un fonctionnaire à un autre en fonction de ses convictions, de ses relations et de son tempérament.

Eine Frage der Chronologie

Der Beginn der Besatzung ist von einem gewissen Gehorsam geprägt, ein typischer Wesenszug eines Beamten, der seine Loyalitätspflicht gegenüber dem Staat respektiert. Aber Ende 1942, als Folge der Zwangsrekrutierung, gibt es ein gewisses Erwachen unter der Beamtenschaft. Sie neigen dazu, eine abweisende Haltung einzunehmen, manchmal sogar zivilen Ungehorsam an den Tag zu legen. Die Beteiligung an einer organisierten Widerstandsbewegung war jedoch eine Ausnahme.

Le début du conflit est marqué par une certaine obéissance, trait caractéristique du fonctionnaire qui respecte ses devoirs de fidélité envers l’Etat. Fin 1942, l’introduction du travail obligatoire amène une prise de conscience et le développement d’un certain attentisme voire d’une désobéissance civile. Mais l’engagement dans un mouvement de résistance organisé reste exceptionnel.

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Institution : CegeSoma
Sammlung : Belgapress
Urheberrecht : CegeSoma
Legende des Ursprungs : La plus récente photo de M. Schuind. [censure photographique]

Wertvolle Informanten

Hohe Beamte sind aufgrund ihrer Funktion und ihrer Beziehungen nützliche Informationsquellen für den Widerstand: Sie haben vertrauliche Dokumente, sie stehen in Kontakt mit dem Besatzer und den wichtigsten industriellen und finanziellen Entscheidungsträgern. Sie verfügen über präzise Informationen im Bereich der Politik und Politik. Beamte, die die Widerstandsbewegungen über die Ressourcen und Einrichtungen der Besatzer informierten, landen selten im klandestinen Sektor. Das wäre kontraproduktiv: Sie sind viel effizienter, wenn sie ihre Funktionen behalten.

Finanzen: Sehnen des Krieges

Ende 1943 braucht die Geheimarmee Geld. Sie wendet sich heimlich an den Generalsekretär der Finanzen, Oscar Plisnier. Dieser sorgt mit einem buchhalterischen Trick dafür, dass sich ein Fehler von 100 Millionen Franken in die Staatsrechnung einschleicht, von denen 90 Millionen an die Geheimarmee gehen. Durch diesen Trick versorgte dieser Beamte den Widerstand mit dem nötigen Kapital, die sie zum Überleben und zur Entwicklung braucht.

Bibliographie

ROCHET B., L’administration centrale belge : des fonctionnaires résistants et/ou patriotes, dans VANDENBUSSCHE R. (dir.), Les services publics et la résistance en zone interdite et en Belgique 1940-1944, Lille, 2005, pp. 13-28.

MARQUET V., Contribution à l'histoire de l'Armée secrète 1940-1944. 2/5 Armée de Belgique. Armée Secrète, 1943-1944 : L'organisation, Bruxelles, Union des Fraternelles de l'Armée Secrète, 1994.