Belgien im Krieg / Artikel

Flämische Exilregierung

Thema - Kollaboration

Verfasser : De Wever Bruno (Institution : UGent)

Verbannung flämischer Kollaborateure in Deutschland (September 1944 - Mai 1945).

Reichsgau Flandern

Als Hitler am 12. Juli 1944 den Befehl zum Anschluss Flanderns an das Deutsche Reich gab, ernannte er Jef Van de Wiele, den Führer der Deutsch-Flämischen Arbeitsgemeinschaft (DeVlag), zum flämischen Führer. Nach der Befreiung Belgiens bildet dieser Führer die flämische Führung in Deutschland, eine Exilregierung der großdeutschen Flamen. Sie organisiert die Aufnahme von Tausenden von flämischen Kollaborateuren, die mit ihren Familien nach Deutschland geflohen sind.


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Institution : CegeSoma
Urheberrecht : Droits Réservés
Legende des Ursprungs : Non légendée

Soldaten für die Befreiung Flanderns

Die flämische Landverwaltung rekrutiert Tausende von Soldaten für die flämische Waffen-SS Division Langemarck. Ende 1944 wurde Van de Wiele von der deutschen Regierung zum 'Leiter des Flämischen Befreiungskomitees' ernannt. Doch das Scheitern der Ardennen-Offensive machte seine Rückkehr unmöglich. Die flämische Landsleiding schloss sich der Langemarck-Division an, die gegen die Rote Armee eingesetzt wurde.

Nach dem Krieg wurden die Mitglieder der flämischen Führung wegen Kollaboration verurteilt.

Bibliografie

Meyers, Willem Clemens. “De Vlaamse Landsleiding. Een Emigrantenregering in Duitsland Na September 1944.” Bijdragen Tot de Geschiedenis van de Tweede Wereldoorlog 4 (1972): 29–86.

Van Causenbroeck, Bernard. “Vlaamse Landsleiding.” In Nieuwe Encyclopedie van de Vlaamse Beweging, 3414–15. Tielt: Lannoo, 1998.

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