Belgien im Krieg / Artikel

Nationale Front des Widerstands

Thema - Widerstand

Verfasser : Colignon Alain (Institution : CegeSoma)

Die Nationale Widerstandsfront wurde im Herbst 1940 in der Region zwischen Borinage und dem Zentrum gegründet. Es war weitgehend die Initiative eines "alten" aus dem Ersten Weltkrieg, Albert Libiez (1877-1943), ehemaliger Redakteur der liberalen Zeitung La Province, Friedensrichter in den Kantonen Dour/Pâturages ... und ein Vierteljahrhundert zuvor während der ersten Besatzung zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt, weil er zum Netzwerk von Edith Cavell gehörte. Nach seiner Rückkehr als Evakuierter aus Frankreich wollten Libiez und einige Freunde (der Schriftsteller Jean Jules Honorez, der sozialistische Ratsherr Lemal usw.) den Menschen zunächst einfach ihren Mut zurückgeben und dann eine Gruppe gründen, die sich außerhalb der traditionellen ideologischen Linien gegen die Besatzer wendet. 

Vor allem die Verbreitung einer Untergrundzeitung

Diesem Zweck sollte die "F.N.R." dienen, die im Dezember 1940 mit der Untergrundzeitung "La Liberté" schnell zu ihrem Sprachrohr wurde. Tatsächlich war die Front vor allem ein Verteilerzentrum für die Zeitschrift, die bald in der Region von Mons und dann Charleroi (Februar 1941), aber auch in Nordfrankreich zirkulierte. Ende 1941 schloss sich ein Drucker aus Wasmes der Gruppe an, so dass die Auflage weiter stieg: Anfang 1942 lag sie zwischen 3.000 und 7.000 Exemplaren. Der Höhepunkt der Bewegung war im Frühjahr desselben Jahres, noch im Hennegau. Im Juni 1941 begann Libiez, über eine Zusammenarbeit mit der jungen belgischen Legion nachzudenken, was aber zu nichts Konkretem führte. Andererseits war seine Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst Zero vielversprechend.

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Institution : KBR
Legende des Ursprungs : La Liberté, juillet 1943.

Denunziation und Unterdrückung

Leider führte ein informelles Treffen mit dem rexistischen Bürgermeister von Boussu am 25. Juni 1942 zu Libiez' Verhaftung in Pâturages. Er wurde in das Konzentrationslager Esterwegen deportiert, wo er am 9. August 1943 starb. Inzwischen wurde die gesamte Gruppe abgebaut. Die Mitglieder des harten Kerns, die noch frei waren, schlossen sich der belgischen Borinage-Legion an.

Hélas, la dénonciation du bourgmestre rexiste de Boussu va entraîner son arrestation à Pâturages le 25 juin 1942. Déporté, il périra au camp d’Esterwegen le 9 août 1943. Dans l’intervalle, son groupe avait été démantelé, le noyau dur de celui-ci encore en liberté passant à la Légion belge du Borinage. 

Bibliographie

Livre d’or de la Résistance belge, Bruxelles, 1948.

Etienne JOSSE, Yannick HOSTIE, Dirk MARTIN, Jacques WYNANTS, Guide de la presse clandestine en Belgique, Bruxelles, CREHSGM, 1991.https://warpress.cegesoma.be/s...

Fabrice MAERTEN, Du murmure au grondement. La résistance politique et idéologique dans la province de Hainaut pendant la Seconde Guerre mondiale, Mons, 1999, T. I

J. HONOREZ, La Liberté. La vie héroïque d’un journal clandestin, Bruxelles, 1946.

Consultation complète de La Liberté en ligne: https://warpress.cegesoma.be/f...

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