Belgien im Krieg / Artikel

Irische Brigaden

Thema - Militärgeschichte

Verfasser : Sterkendries Jean-Michel (Institution : Ecole royale militaire)

Kriegsende und Zukunftsvorbereitung

Bei der Befreiung im September 1944 meldeten sich rund 53.000 Belgier als Kriegsfreiwillige in den Rekrutierungsbüros. Die meisten von ihnen werden Gewehrbataillonen zugeteilt, d.h. leichte Infanterieeinheiten ohne schwere Ausrüstung. Die Männer ihrerseits sind völlig unerfahren und haben nur eine kurze militärische Ausbildung erhalten. Sie werden daher in sekundären Missionen eingesetzt, hauptsächlich zur Bewachung von Depots und Kommunikationslinien.

A la Li Befreiung bération en septembre 1944, quelque 53.000 Belges se présentent comme volontaires de guerre dans les bureaux de recrutement. La plupart d’entre eux constitueront des bataillons de fusiliers, c’est-à-dire des unités d’infanterie légère dépourvues de matériel lourd. Les hommes quant à eux sont tout à fait inexpérimentés et n’ont reçu qu’une instruction militaire courte et sommaire. Ils seront donc engagés dans des missions secondaires, pour l’essentiel la garde de dépôts et de lignes de communication.

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Institution : CegeSoma
Sammlung : Lucien Gueur
Urheberrecht : CegeSoma
Legende des Ursprungs : Troupes belges en Irlande, 1945

Besetzung Deutschlands und Widerstandskontrolle

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Institution : CegeSoma
Sammlung : Lucien Gueur
Urheberrecht : CegeSoma
Legende des Ursprungs : Troupes belges en Irlandes, 1945

Nachdem die belgische Exilregierung in die Heimat zurückgekehrt ist, steht sie unter starken Einfluss Großbritanniens. Sie denkt auch über die Bildung einer zukünftigen belgischen Armee nach. Es gibt Männer, aber wenig Ausrüstung und noch weniger Leiter, von denen viele noch immer hinter dem Stacheldraht in den Gefangenenlagern waren. Neue Einheiten werden jedoch dringend benötigt, da die Regierung Belgien in die künftige Besetzung Deutschlands, das kurz vor der Niederlage stand, einbeziehen wollte. Zusätzlich, nicht zuletzt auch ein Anliegen der Regierung, ist die Kontrolle der Resistance, von der sich einige Elemente als recht turbulent erweisen. Eine Lösung bestünde darin, sie in die neu zu bildenden Einheiten zu integrieren, die dann der "Piron-Brigade" hinzugefügt würden, die dann im Einsatz wäre. Nach mühsamen Verhandlungen mit den Briten wurde vereinbart, fünf neue Infanteriebrigaden mit jeweils etwa 4.000 Mann zu schaffen.

Le gouvernement, revenu au pays, est alors à la remorque de la Grande-Bretagne. Il pense aussi à former l’armée belge de demain. Il y a des hommes mais peu de matériel et encore moins de chefs, bon nombre de ceux-ci se trouvant toujours derrière les barbelés des camps de prisonniers. Il y a toutefois urgence à constituer de nouvelles unités car le gouvernement veut faire participer la Belgique à la future occupation de l’Allemagne en passe d’être vaincue. Un autre souci, et non des moindres, du gouvernement est de contrôler une Résistance dont certains éléments se montrent passablement turbulents. Une solution serait de les incorporer dans les nouvelles unités à former et qui viendront s’ajouter à la « Brigade Piron » alors en opérations. Après des négociations laborieuses avec les Britanniques, il est convenu de créer cinq nouvelles brigades d’infanterie, chacune d’environ 4.000 hommes.

Abreise nach Nordirland

Diese Brigaden wurden zwischen Januar und Juni 1945 in Belgien aufgestellt.  Die Zweite Brigade mit dem Namen "Ijzer" wurde im Januar 1945 in der Region von Ronse und Oudenaarde gebildet.  Dann wurden die Dritte ("Rumbeke") und die Vierte Brigade ("Steenstrate") in der Region von Oudenaarde bzw. Mons gegründet.  Im Mai wird die Fünfte ("Merkem") in der Region von Wavre und Fleurus gegründet.  Schließlich wird im Juni die Sechste ("Deinze") in der Region Brasschaat gegründet.  Sie schifften sich ein mit dem Ziel Nordirland.

Die Wahl fiel auf Nordirland, weil nur dort die notwendige Infrastruktur zur Verfügung steht. In Belgien wurde die Kaserne von den Alliierten besetzt. In Ulster sind die Einrichtungen, die dazu dienten, amerikanische Einheiten für ihren Kampf in der Normandie unterzubringen, jetzt frei.  Der Aufenthalt der Belgier im Vereinigten Königreich sollte sicherstellen, dass sie von britischen Ausbildern so gut wie möglich empfangen wurden und dass die Beziehungen zwischen den beiden Ländern gestärkt wurden.

Die Zweite, Dritte und Vierte Brigade bestand ausschließlich aus Freiwilligen; die Fünfte und Sechste Brigade waren gemischt (Freiwillige, aber auch Wehrpflichtige der Klasse von 1941).  Die Männer blieben einige Tage in Cantonnement, wo ihnen das ABC des militärischen Lebens vermittelt wurde; danach folgte das Durchgangslager Ostende. Von dort geht es per Schiff nach Dover oder Harwich und dann mit dem Zug durch England und dann wieder per Schiff nach Belfast. Die Rekruten werden in den vorgesehenen Lagern untergebracht. Dann beginnt eine 20-wöchige Ausbildung unter der Leitung britischer Ausbilder.

Ein problematischer Aufenthalt

Tatsächlich war der Aufenthalt der belgischen Soldaten alles andere als idyllisch. Die schlechte Ausrüstung und das schlechte Material, die relative Qualität des Essens, die Kakerlake in einer Region, in der es ständig regnet... kurz gesagt, so viele Dinge, die eine allgemeine Trübsal verursachten, viel mehr als der martialische Enthusiasmus, auf den die Optimisten gehofft hatten. Auch die für die Ausbildung bereitgestellten Mittel waren unbefriedigend. Darüber hinaus kam es zu zahlreichen Zusammenstößen zwischen belgischen Soldaten und der örtlichen Bevölkerung. Am Ende sind die Belgier froh, nach 20 Wochen Training nach Hause zurückzukehren, und die Iren sind erleichtert, eine belgische Präsenz los zu sein, auf die sie verzichtet hätten. Als die verschiedenen Brigaden zwischen Juli und November 1945 nach Belgien zurückkehrten, kapitulierte Deutschland und eine neue Ära beginnt.

Dans les faits, le séjour des soldats belges est loin d’avoir été idyllique. La pauvreté de l’équipement et du matériel, la qualité très relative de la nourriture, le cafard dans une région où il pleut constamment…bref, autant de choses à l’origine d’une morosité générale, bien plus que l’enthousiasme martial que les optimistes avaient espéré. Les moyens fournis pour l’instruction sont par ailleurs peu satisfaisants. En outre, il y a eu de nombreux heurts entre soldats belges et population locale. Au bout du compte, les Belges sont heureux de rentrer au pays à l’issue des vingt semaines de leur formation et les Irlandais sont soulagés d’être débarrassés d’une présence belge dont ils se seraient bien passés. Quand les différentes brigades reviennent en Belgique, entre juillet et novembre 1945, l’Allemagne a capitulé et une ère nouvelle a commencé.

Bibliographie

Pascal DELOGE, Une coopération difficile, Belgique et Grande-Bretagne en quête de sécurité à l’aube de la guerre froide, Bruxelles, MRA, 2000.

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