Belgien im Krieg / Artikel

Konzentrationslager

Thema - Justiz

Verfasser : Nefors Patrick (Institution : MRA)

1939 waren in Nazi-Deutschland rund 21.000 Menschen in Konzentrationslagern eingesperrt: politische Gefangene, Opfer rassistischer Verfolgung sowie sogenannte "Asoziale". Sie sind einem sehr harten Regime unterworfen, das mit Unterernährung, Zwangsarbeit und Gewalt arbeitet, um sie physisch und moralisch zu brechen.

Als die Deutschen Truppen immer größere Teile Europas besetzten, dehnten sich diese Lager aus und vervielfachten sich mit der Ankunft von Gefangenen aus dem ganzen Kontinent (110.000 im September 1942, 524.000 im August 1944). Die Belgier, die ab September 1941 deportiert wurden, bildeten nur eine kleine Minderheit der Gefangenen. Damit stellten sie 2,3% der Gesamtzahl der Häftlinge in Buchenwald zwischen 1934 und 1945 dar. Belgier waren in Buchenwald (5.745), Neuengamme (2.514), Sachsenhausen (2.167), Dachau (2.131), Mauthausen (1.932), Ravensbrück (1.728), Vught (1.526), Flossenburg (1.137) und Natzweiler (648) inhaftiert.

Die Gesamtzahl der Häftlinge in den Lagern ist nicht bekannt: Von den 40.500 anerkannten politischen Gefangenen haben viele Belgien nie verlassen. Es wird geschätzt, dass bis Ende 1944 etwa 16.000 politische Gefangene in deutsche Konzentrationslager deportiert worden waren. Insgesamt starben etwa 6.000 bis 7.000 Belgier in diesen Lagern, die man jedoch von "Vernichtungslagern" unterscheiden muss.

Bibliographie

Van den Berghe, Gie. Getuigen: Een Case-Study over Ego-Documenten: Bibliografie van Ego-Documenten over de Nationaal-Socialistische Kampen En Gevangenissen, Geschreven of Getekend Door Belgische (Ex-)Gevangenen: Belgen, Personen Die in België Gedomicilieerd Waren of Verbleven, En Andere Uit België Gedeporteerde Personen. Brussel: Navorsings- en studiecentrum voor de geschiedenis van de Tweede wereldoorlog, 1995


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